(1921-1982)

Unsere Yoga-Schule folgt der Traditionslinie von Swami Veṅkaṭeśānanda, einem direkten Schüler von Swami Śivānanda / Rishikesh.
Anders als andere Schüler von Swami Śivānanda lehnte er es stets ab, einen eigenen Ashram zu leiten oder eine Organisation aufzubauen.
Seinen offiziellen Wohnsitz hatte er auf Mauritius, er selbst blieb aber immer ein Wandermönch, der überall zu Hause ist.
Diese unbequeme Freiheit wird in seiner einzigartigen, unkonventionellen und höchst undogmatischen Lehrweise deutlich.
Swami Veṅkaṭeśānanda erläutert die wichtigsten Yoga-Schriften auf intelligente, tiefsinnige, lebendige, humorvolle und zutiefst menschliche Weise.
Das habe ich bei keinem anderen Lehrer gefunden.
Zuerst begegnet ist mir Swami Veṅkaṭeśānanda in seinen außergewöhnlichen Schriften, und dann in seinem außergewöhnlichen Schüler, Friedrich Schulz-Raffelt, der mir den Auftrag gab, die von Friedrich gegründete und von Swami Veṅkaṭeśānanda eingeweihte und benannte Śivānanda-Yoga-Vedānta weiterzuführen.
Die ursprüngliche Yoga-Tradition der Upanischaden, auf der unser Vedānta-Weg beruht, stellt klar heraus, dass es nur eine Wirklichkeit gibt, doch alle Suchenden ihren eigenen Weg gehen müssen (und dürfen!), um zur befreienden Erkenntnis dieser Wirklichkeit zu gelangen.
Auf diesem Weg, der keine Gefolgsamkeit verlangt, sondern den kühnen Mut zu eigenem Entdecken, Erleben und Erfahren ist Swami Veṅkaṭeśānanda ein sicherer Begleiter.

Śrī Friedrich Schulz-Raffelt: Begegnung mit Swami Veṅkaṭeśānanda

Swami Veṅkaṭeśānanda lernte ich 1970 kennen, als er – wie in den folgenden acht Jahren – auf Einladung des BDY (damals: Berufsverband deutscher Yogalehrer) zu einem zweiwöchigen Weiterbildungsseminar nach Deutschland kam. Die Seminare mit ihm waren mitreißend und wie Swamiji selbst von einem besonderen Charme. Er lehrte den Integralen Yoga nach Swami Śivānanda, der praktische Übungen (āsana, prāṇāyāma und Meditation) mit den Yogawegen der Bhagavad Gītā verbindet.
Ich hatte das Glück, Swami Veṅkaṭeśānanda bis zu seinem mahāsamadhi 1982 häufig zu begegnen. Er war es, der 1974 die Räume meiner BDY-Schule eröffnet und ihr 1980 den Namen „Śivānanda-Yoga-Vedānta“ verliehen hat.
Swami Veṅkaṭeśānanda war ein begnadeter Vermittler der klassischen Philosophie des Vedānta, weil er mit beiden Kulturen, der indischen und der westlichen, sehr vertraut war. Er hat die wichtigsten Schriften des Vedānta – den Yoga Vāsiṣṭha, die Bhagavad Gītā, die Yoga Sūtras des Patañjali – ins Englische übersetzt, zum Teil in gekürzten Fassungen, die diese Texte auch westlichen Lesern leicht zugänglich machen. Ein Teil dieser Schriften wurde bereits von meiner Schwester Anne Schulz (Swami Krishnananda) ins Deutsche übersetzt und veröffentlicht. Barbara Franz setzt diese Arbeit nun fort.
(Aus: Vorwort zu Im Zwiegespräch mit Krishna, 1. Aufl. 2012)

Einige dieser Übersetzungen finden Sie in der Veṅkaṭeśa-Bibliothek.
Mehr über Swami Veṅkaṭeśānanda und Śrī Friedrich Schulz-Raffelt können Sie in Artikeln des Deutschen Yoga-Forums lesen.

 

Please find here an translated excerpt of a Talk by Friedrich Schulz-Raffelt on The Beginnings of Yoga in Germany, his great teacher Swami Veṅkaṭeśānanda and 18 practical yoga excercises contained in Patanjali’s Yoga Sutra, held in November 2012, at Monastery Bernried / Lake Starnberg, Upper Bavaria.

Englischsprachige Seiten über Swami Veṅkaṭeśānanda

Swami Venkatesananda – Umfassende Sammlung von Schriften, Fotos, Audio- und Videoaufnahmen von Swami Veṅkaṭeśānanda, zusammengestellt vom Chiltern Yoga Trust Westaustralien, der die Rechte an den meisten Schriften von Swami Veṅkaṭeśānanda hält und verwaltet – danke für die Genehmigung zur Veröffentlichung der deutschen Übersetzungen!

Venkatesa Library – Bibliographie der Schriften von und über Swami Veṅkaṭeśānanda in Englisch, Deutsch und weiteren Sprachen, Texte und Fotos, Linksammlung zusammengestellt von Sadaśiva, dem „inoffiziellen Bibliographen“ von Swami Veṅkaṭeśānanda, Bangkok – danke für die Anregung zur deutschen „Venkateśa-Bibliothek“ und freundschaftliche Unterstützung!

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