Wie kann ich Yoga üben, also etwas tun, und gleichzeitig nichts tun, sondern nur Beobachterin sein?

 

 

Das ist die entscheidende Frage! Yoga üben ist eigentlich genauso „tun“ wie „geschehen lassen“ – kein „tun“ im Sinne von zielgerichtetem Bewirken. Eine gute Möglichkeit, diesen wunderbaren Gleichgewichtszustand zwischen beidem zu erfahren, sind zum Beispiel Übungsreihen, in denen sich Abläufe fließend und mühelos wiederholen. Am Anfang ist es „interessant“, herauszufinden, wie es „geht“ und Vertrauen zu gewinnen. Wenn du dabei bleibst und vielleicht auch den Atem den Rhythmus zur Bewegung geben lässt, so dass du nicht einmal entscheiden musst, wann eine Bewegung beginnt und endet, kann sein, dass du eine innere Veränderung bemerkst: Du bist da, wach und präsent, du erlebst die Bewegung sogar viel intensiver als zuvor, aber es legt sich sozusagen kein „Deutungsmuster“ darüber, keine Bewertung, und demnach geschieht auch keine Ablenkung. So lässt sich „Tun als Nicht-Tun“ ganz konkret im Körper erfahren und genießen.

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